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Briefe an mich

Das ist heute mein ganz persönlicher Brief. Denn heute bin ich wieder dran mit der nächsten Chemo – dieses Mal im Wochenrhythmus – 12 Wochen lang ist Mittwoch mein Chemo-Tag und dann ist’s vorbei. Also ganz lieben Dank für diese Zeilen, sie sind heute mein Mutmacher des Tages!

Briefe an mich (c) iPhone Petra Thaller

Briefe an mich (c) iPhone Petra Thaller

Liebe Petra,

jetzt muss ich dir doch schreiben, aber ich ziehe nicht die Öffentlichkeit vor. Ich finde es grandios, wie du das alles von der Seele schreibst.
Ich lese jede Zeile und warte auf die nächste und überlege mir, wie es mir wohl erginge  … Und mir würde es nicht so ergehen – ich hätte Angst und Zweifel und wahrscheinlich auch Panik.

Deine Worte geben mir, als noch gesunden Menschen, Mut und Hoffung und geben mir jetzt schon Kraft, falls mal etwas Unerwartetes eintritt.
Ich beschäftige mich viel mit Sterben und Tod, aber mittlerweile bestimmt nicht mehr voller Angst und Sorge. Deshalb habe ich die Ausbildung zum Kinderhospizhelfer gemacht und warte aber  ängstlich und gleichermaßen auch neugierig auf meinen ersten „Einsatz“. Deine Worte helfen mir dabei.

Danke, ich würde dich jetzt sehr gerne in den Arm nehmen!

Ganz liebe Grüße

Briefe an mich

Nach und nach werde ich Briefe von Freunden und bis dato Unbekannten auf meiner Seite veröffentlichen. Ohne Namensnennung und ohne persönlichen Bezug, um die Privatsphäre der Menschen zu wahren. Dies sind Worte für alle, die mit einer ähnlichen Situation umgehen müssen, Worte die das Gefühl des sich alleine Fühlens vielleicht ein wenig erträglicher Briefe an mich

Briefe an mich (c) iPhone Petra Thaller

Ich beantworte jede Nachricht so gut ich kann. Wenn ich also die Ihre oder deine noch nicht beantwortet habe, werde ich dies sicher noch tun. Und Danke an alle, die mir schreiben.  Das gibt Kraft und Mut diesen Weg intensive weiterzugehen.
Liebe Petra,
nachdem ich lange nicht auf Facebook unterwegs war, hab ich erst kürzlich mitbekommen, was dich für ein Sch … Schicksal ereilt hat. Das tut mir echt sehr, sehr leid! :-(. Ich bin mir aber sicher – nachdem was ich jetzt alles auf deiner Seite gelesen hab – du schaffst das und du bist sicher stärker als dieses blöde Tier – wär doch gelacht!
 
Warum schreib ich dir diese Zeilen? Deine Geschichte nimmt mich gerade ziemlich mit – meine Mama ist letztes Jahr an Hautkrebs operiert worden – nach der OP war die Prognose seitens Ärzten sehr gut. Dieses Jahr im März war sie zweimal wg. OP eines Lymphons im Krankenhaus und bekommt jetzt auch Chemo. Nachdem meine Mama aber seit zig Jahren alles andere als gesund gelebt hat (starke Raucherin, keine Bewegung – aber immerhin viel Schlaf ) verkraftet sie die Chemo natürlich nicht so gut – und sie zieht sich noch mehr zurück in ihr Schneckenhaus. Alle Bemühungen sie da raus zu bekommen oder sie zu bewegen, dass sie endlich das Rauchen aufhört scheitern kläglich in verletzenden Kommentaren. Ich sag ja nie, dass man Hochleistungssport machen muss – aber nur einfach eine Stunde spazieren gehen – das wäre ja schon echt grandios.
 

Als ich deine Geschichte gelesen hab, war eigentlich mein erster Gedanke: „Könnte nicht meine Mama nur einen winzigen Teil deiner lebensbejahenden Energie haben? – Oder, wie verdammt noch mal, kann man sie dazubringen sich endlich mal was Gutes zu tun?“ Es ist wirklich schlimm und ich leide so sehr darunter, weil ich es einfach nicht verstehen kann, dass man sich mit Gewalt selber kaputt machen will … Wenn ich dann deine Geschichte dazu lesen, denk ich mir immer: Wie geil ist das denn? – Genauso und nicht anders!

Mach weiter so – bleib stark – und lass dich nicht unterkriegen! Never!

 
So jetzt reichts – sonst muss ich gleich wieder weinen, wenn ich weiter schreibe!
 
Herzliche Grüße und pass auf auf dich, ja!

„Ja Leute, ich bin wieder da. Wie es war? Prima. Ich habe Hunger und zwar richtig.“ Zum Dinner gibt es zwei Scheiben Brot, eine Margarine und drei Scheiben Käse sowie zwei winzig kleine Käseecken. Kein Gemüse, keine Gurkenscheibe. Nicht einmal Wasser stellen sie einem hin.

(c) Sorin Morar

(c) Sorin Morar.

 

Verrückt. Ich verspüre solch eine intensive Lust nach Salat, dass ich mich entschließe die nette Aufwachschwester zu fragen, ob ich kurz raus darf an die frische Luft.
Nicht in meinem sexy hinternfreien Nachthemd, sondern standesgemäß im lässigen OnePiece mit Uggs und Daunenjacke. Was sonst. Sie starrt mich mit ihren riesigen braunen Augen an und kann nicht nein sagen.
Bingo. Ich darf raus, nach nur sechs Stunden. Vorsichtshalber bekomme ich noch einen Einweghandschuh über den Zugang an der Hand, damit kein Schmutz reinkommt. Dann bin ich weg.  Den Drainagebeutel verstecke ich unterm Anorak, schließlich möchte ich die Leute nicht erschrecken. Ich atme tief ein, ja, genauso machen es Heldinnen. Sie machen das was sie möchten. „Brave Mädchen kommen in den Himmel …“, schießt es mir durch den Kopf, „ich komme überall hin!“

Was ich möchte. Keine Ahnung. Nur raus hier und was Frisches zu essen besorgen. Um die Ecke ist ein Italiener, dort gehe ich hin. Es ist anstrengender als gedacht, ich telefoniere mit meiner Freundin Michaela– eine wahrhaft echte Freundin, sie erklärt mich zwar für verrückt, begleitet mich aber am Telefon bis ins Lokal. Sie kennt mich. Ich muss aufhören und bestellen. Büffelmozzarella mit Ruccola und Tomate – yeah und Orangenlimonade. Welche ein Genuss. Mit meiner kulinarischen Beute kehre ich langsam zurück. Ich bin schlapp, aber glücklich und freue mich auf dieses wunderbare Essen.

Soap-Gespräche
Es ist wie in diesen Soaps, die ich mir, nach dem Kieferbruch von vor drei Jahren, nächtelang angesehen habe, um irgendwann in meinen süßen schmerzfreien Schlaf hinüberzudämmern. Wir sitzen im Zimmer: Maria, ihr Mann und ich. Trinken Crémant, ihr wisst schon, dieses Sprudelwasser aus der Champagnertraube, die aber nicht in der Champagne wächst und daher darf sich dieses Zeug auch nicht Champagner nennen. Ich bin wirklich verrückt, schmunzle ich in mich hinein. Aber das Leben findet nunmal jetzt statt. Also wir trinken Fake-Champagner und sprechen: übers Leben. Nicht über meine Krankheit.
Ich durfte ja bereits am Morgen vor meiner OP Marias Hintern betrachten– den Ort Nummer zwei des Geschehens. Dort haben Sie ihr links und rechts jeweils ein Stück herausgenommen und daraus eine wundervolle Brust modelliert. Und ganz ehrlich, sie ist wirklich gelungen. Die Originalform, sie sieht aus wie das Original. Nur vielleicht noch einen Ticken schöner. Maria zeigt mir Bilder von ihren Nacktaufnahmen vor der OP. Wirklich wundervoll ästhetische Nacktbilder einer „Durchschnittsfrau“. Kein Supermodel und keine Superstar. Einfach einer wunderschönen, sportlichen Frau. Maria hat sich viel mehr Gedanken über die OP gemacht als ich. Ist klar. Schließlich ist sie Trägerin des BRCA1-Gens. Dies bedeutet: Ein Lebenszeitrisiko an Brustkrebs zu erkranken von 80% bis 90 %, das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken beläuft sich auf 20% bis 30%. Maria ist die letzte überlebende Frau in Ihrer Familie und soll ich euch was sagen, mit Ihrer Entschlossenheit Entscheidungen in die richtige Richtung zu treffen, wird sie auch die erste Frau dieser Familie werden, die bis in hohe Alter den Männern den Kopf verdrehen darf.

Gut gemacht Maria! Ich bin stolz auf solche Frauen, Frauen die zu sich zum Leben, zu ihren Entscheidungen stehen. Und nicht zaudern, ihre angeborene Weiblichkeit gegen eine neue austauschen.

André Tappe für Thaller Media

(c) André Tappe für Thaller Media

… Von wegen. Zwei Aufzugfahrten später sitze ich wieder in meinem Zimmer. Notfall. Ich muss noch warten.

Endlich ist es so weit – oder die skurrile Atmosphäre vor der OP
Ich liege auf meinem OP-Bett und bekomme den Zugang für die Infusion gelegt. Kein leichter Akt für die Narkoseschwester. Bevor sie vergeblich im Arm nach einem leichten Zugang sucht, schlage ich ihr vor doch den Handrücken zu nehmen, bis dato hat das immer geklappt bei mir. Und ja, ich weiß, dass diese Stelle am Körper echt schmerzt, wenn die Nadel unter die Haut in die Ader geschoben wird. Aber, ich kann mich aber auch nur zu gut daran erinnern, wie sehr es schmerzte, als die letzte Narkoseschwester nicht fündig wurde und mir den Arm förmlich zerstochen hat, um dann doch den Zugang auf dem Handrücken zu legen. Dann doch lieber gleich so. Fuck. Das tut wirklich weh.

„Der OP muss noch geputzt werden, Frau Thaller. Wir sind gleich so weit.“
Ich liege also gefühlte Ewigkeiten da und warte, starre auf die Beleuchtung im Vorraum und warte. Betten werden vorbeigeschoben, die wartende Patientin neben mir abgeholt. Putzpersonal geht vorbei … ich warte. „Wissen Sie was, ich schiebe Sie jetzt gleich in den OP und wir machen die weiteren Vorbereitungen dort. Und sobald alles fertig ist, legen wir los.“ Nun gut. Stellt euch vor, ich liege also unter diesen OP-Leuchten und plaudere mit der Schwester. Währenddessen montiert sie zwei „Armausleger“ auf welchen meine Arme dann festgeschnallt werden. Ein Beruhigungsmittel hat bis dato meinen Körper noch nicht erreicht. Ich muss an etwas anderes denken. Ich drehe gleich durch. Ich stehe nicht auf Fesselspiele und schon gleich gar nicht im OP. Und ich frage mich, warum all dies Schwestern nicht aussehen, wie in den hübschen TV Serien aus den USA. Meine Güte, welch schaurige Gedanken habe ich. Als ob es nicht völlig egal ist, wie diese Damen aussehen, wo sie doch alle so freundlich sind.

Erleichterung in Sicht
Die Narkoseärztin. Endlich. Wegdämmern. Angst? Fehlanzeige. Sie spritzt mir ein Mittel, es fließt kühl in die Adern, wenige Atemzüge später bin ich weg. Und Augenblicke weiter, wache ich auf. An einem anderen Ort. Ich bin entspannt. Schlummere wieder weg und wache nochmals auf, als Plastischer Chirurg vor mir steht und mich frägt, ob er mich nach der Fallkonferenz am nächsten Donnerstag um 21.00 Uhr noch anrufen soll, oder lieber am darauffolgenden Tag. „Darauffolgender Tag.“, antworte ich und dann bin ich wieder weg. Sie sollen mich doch alle in Ruhe lassen, ich will jetzt schlafen und zwar so lange, bis ich wach bin. Was ich dann irgendwann bin.

Die Schwester im Aufwachraum
Die Unterhaltung mit der Krankenschwester ist klasse. Wir sprechen über mein Lieblingsthema, den Diagnostiker. Über den Plastischen Chirurgen, der mit die Brüste in einem halben Jahr neu modellieren soll. Über Chemotherapie, Haarverlust und all die Dinge, die nun anstehen. Ach ja und über meinen Friseur, dem ich in den nächsten Tagen den vorläufig letzten Besuch abstatten werden, um meine eigenen Haare nochmals so richtig aufpimpen zu lassen. Vier Tage später soll ich erfahren, dass sie bereits dort war und wiederum einen Tag danach treffe ich sie während der Nachkontrolle im Krankenhaus. Sie sieht toll aus und liebt meinen Friseur. Sein Verdienstausfall ist gerettet J.

Wenig später stehen wir gemeinsam am Fenster und genießen die frische, winterliche Abendluft. Die Schwester, der Blutbeutel und ich. 

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Der Tag startet früh, als die Kinder von einem Fest nach Hause kommen. Es ist kurz vor vier Uhr morgens. Ich hatte mir ohnehin um diese Uhrzeit den Wecker gestellt. Ich muss noch etwas fertig machen für unser EU-Projekt Interreg IVa. Am Sonntag war ich einfach mit Familie und mir beschäftigt und kam nicht so wirklich zum Arbeiten. Nun hole ich in zwei Stunden das auf, was mir sonst den Sonntag durcheinandergeschmissen hätte. Ich schreibe und bin pünktlich um 6.00 Uhr fertig. Duschen, packen, losfahren, alles läuft nach Plan.

Um 7.00 Uhr bin ich in der Klinik. Dort, wo ich meinen Sohn zur Welt gebracht habe. Eine schöne Klinik, direkt am Englischen Garten in München. Es ist wie vor 18 Jahren, die Menschen sind ausnehmend freundlich, die Klinik familiär. Ich überlege kurz, ob ich mir ein Einzelzimmer nehmen soll, sehe aber für eine Nacht davon ab. Zudem bin ich neugierig auf die Frauen, die mir begegnen. Wie sich herausstellt soll, ist das genau die richtige Entscheidung.

In meinem Zimmer liegen zwei Frauen, Maria, weil sie sich die Brüste vorsorglich aufgrund der genetischen Diagnose BRCA 1 hat abnehmen und mit ‘Material‘ aus dem Oberschenkel hat wieder neu gestalten lassen. Marla, hatte auch eine Sentinel-OP, darf heute wieder nach Hause. Marla erfahre ich, hat sich gleich alle weiteren befallenen Lymphkonten herausnehmen lassen und sich gegen Chemo entschieden. Mir stellen sich die Nackenhaare auf und ein Blick zu Maria bestätigt meine Gedanken. Begriffe wie Anthroposophie und alternativer Weg ereilen mein Ohr. Am liebsten würde ich Marla wachrütteln. Misteltherapie, all das ist ja recht und schön. Auch ich beschäftige mich mit alternativen Möglichkeiten, anschließend. Für mich steht fest, ich möchte die Errungenschaften der Medizin komplett ausschöpfen nutzen, um mein Risiko so gering wie möglich halten und dafür tue ich alles. Ich liebe das Leben, so einfach ist das!

Ich muss los, das Taxi wartet bereits. Eine kleine Stadtrundfahrt mit Stopover in der Radiologie. Dort wird mir das radioaktive Kontrastmittel zur Markierung des Sentinel gespritzt. Jener Lymphkontengruppe, die es gilt herauszunehmen, um zu sehen, ob und wie viele Lymphknoten dieser Gruppe bereits befallen sind.

Es ist ein langsames Erwachen
Dachte ich noch vor wenigen Augenblicken ich fände mich in meiner neuen Umgebung zurecht, so verschwimmen gerade eben die Lichtschalter hinter einer Nebelwand. Alles läuft nach Plan, bereits nach 15 Minuten ist der Wächterlymphknoten erkennbar. Weitere 30 Minuten später macht man eine erneute Aufnahme um schließlich anhand eines Messgerätes, welches die radioaktiven Strahlen der Injektion exakt wiedergibt. Dabei wird in der Achselhöhe der genaue Punkt markiert, an welchem das OP-Team dann den Schnitt für die Entnahme setzen muss.

Der Taxifahrer, der mich dort abholt, um mich in die Klinik zurückzufahren betrachtet mich unsicher – vielleicht bilde ich mir das auch ein. Nicht eingebildet habe ich mir allerdings den Satz: ‚ob ich denn überhaupt zu Fuß die Treppen gehen kann, oder sagte er möchte. Ich weiß es nicht mehr.‘ Ich musste lächeln. Wie ich doch die Menschen verunsichere. Ich plaudere mit ihm über belanglose Dinge.

Zurück im Krankenhaus
Da liegen sie, die Indizien der Operation: ein freundliches Nachthemd – hinten offen, die visuelle Offenbarung des Hinterns, gepaart mit halterlosen Gummistrümpfen, genial. Die Krankenschwester drängt: Ich solle mir schnell die Sachen überziehen, die OP stehe kurz bevor. 

Na dann spring ich mal in diese wunderbaren Klamotten, ziehe die Daunenjacke meiner Tochter an (die hatte ich mir ausgeliehen, um etwas familiäres dabei zu haben) und meine Uggs, setzte mich auf’s Bett und schreibe. Was gibt es besseres als in solchen Situationen zu schreiben? An mein Ohr dringt die Stimme der Alternativmedizin-Patientin Marla. Sie stört meine Gedanken, ich krame nach den Kopfhörern. Da kommt der Satz aus dem Nichts: „Frau Thaller, auf geht’s der OP wartet.“

Es ist schön, wenn man sich verlassen kann. Es ist nicht so, dass uns die Kinder auffangen sollen. Aber, so oft ist es so, dass sie es tun, ohne es zu wissen. (c) iPhone Sara Thaller, years ago.

„Wenn’s läuft, dann läuft’s“, könnte ich gerade mein Leben beschreiben. Alles positiv. Positive Gespräche, positive Termine, gute Arbeit, viel Freude. Der eine oder andere Querschläger, der immer mal wieder daherkommt, detoniert nicht bei mir. Den Fangen meine Freunde für mich ab und schlagen zurück. Weil ich eines in solch kurzer Zeit nun endlich gelernt habe: Ich muss um Hilfe bitten. Es gibt Dinge, die ich nicht kann, von denen ich keine Ahnung habe. Ich werde doch noch ein kluges Mädchen, so eines, wie ich immer sein wollte. Klug, erfolgreich, beliebt, lustig und anderen Halt gebend. So und nicht anders möchte ich sein. Ich arbeite daran und dieser neue Freund ist mein Lehrmeister.

Es ist schön, wenn man sich verlassen kann. Es ist nicht so, dass uns die Kinder auffangen sollen. Aber, so oft ist es so, dass sie es tun, ohne es zu wissen. (c) iPhone Sara Thaller, years ago.

Es ist schön, wenn man sich verlassen kann. Es ist nicht so, dass uns die Kinder auffangen sollen. Aber, oft tun sie dies, ohne es zu wissen. (c) iPhone Sara Thaller. Diese Aufnahme liegt Jahre zurück.

Der schwarze Donnerstag
Eigentlich war er nicht schwarz, nur meine Psyche war es an diesem Tag. Und zwar exakt ab 15.00 Uhr, als ich die Praxis des Port-Chirurgen im Olympiazentrum betrat. Die Leute dort waren nett, der Doc auch, er hat mir alles erklärt, wie das Einsetzen des Ports funktioniert und was schief laufen kann. Ein vertrauenswürdiger Kerl. Aber die Beschreibung, wie diese OP von Statten geht und wie dann der Schlauch … mir lief plötzlich ein eisiger Schauer über den Rücken. Ich gebe mich souverän und vereinbare einen Termin für den 24. Februar. Ich will dieses Ding da nicht in meinem Körper haben, bei mir sträubt sich alles.

Und da sind sie wieder, die leisen Tränen. Diese leisen Dinger, die mir aus den Augen rinnen und deren Fluss ich nicht stoppen kann. Ich beschließe spontan meinem Onkologen einen Besuch abzustatten. Ich habe den Arztbrief von Prof. Harbeck im Gepäck. Sie schlägt eine Studie vor und ein weiteres Medikament, das in USA bereits zugelassen ist, bei uns noch nicht.
Die Tränen laufen weiter. Ein echt schwarzer Donnerstag. Bis dahin dachte ich, ich bekomme 4 Gaben Chemo alle drei Wochen, dann die Brust-OP und dann nochmal 12 Gaben wöchentlich. Jetzt erfahre ich, dass ich da wohl was falsch verstanden habe. Erst die gesamte Chemo und dann die OP im September.
Ich frage noch, wann ich die Haare verlieren werden. „Exakt 14 Tage nach der ersten Chemo.“, lautet die Antwort.
Ob wir gleich einen Termin vereinbaren wollen, werde ich gefragt. Und mir wird mitgeteilt, dass ich noch einen Herzultraschall benötige. Man zeigt mir das Zimmer, in welchem die Chemotherapie stattfinden wird. Die Tränen laufen einfach weiter. Seit nunmehr 30 Minuten. So ein Mist. Der Raum ist wie im Film, diese komischen Sitzbetten, zwei nebeneinander, der Blick aus dem Fenster: trist. Ikeakissen sollen eine wohnliche Atmosphäre suggerieren. Da will ich nicht hin.
An diesem Tag will ich einfach nichts. Auch nicht den Herzultraschall, der natürlich gut ist, wie sollte es bei meinem Herzen auch anders sein. Ich kann nicht aus den Augen sehen. Aber niemand spricht mich darauf an. Auf meine Tränen. Ich sehe aus wie ein Heulmonster, obwohl ich das überhaupt nicht bin. Ich bin kein Jammerlappen, kein Heulmädchen.

Meine Tochter Sara ruft mich an, wir müssen noch Foodshoppen gehen. Das ist die Rettung, mein Mädchen, sie möchte Essen kaufen gehen. Das tun wir auch und mit dem Telefonat versiegen die Tränen und Kraft durchströmt meinen Körper und meine Seele. Ich bin erschöpft vom Nichtstun. Wir kochen, um 20.00 Uhr gehe ins Bett und schlafe den komischen Tag einfach weg.

Jeder Tag ist einzigartig
So viel steht fest, jeder Tag beginnt von neuem. Das Grau des vergangenen ist einfach weg. Freitag der 13. ist für mich immer ein Glückstag, seitdem ich in der achten Klasse meine einzige Eins in Mathe an einem Freitag dem 13. geschrieben habe. Heute, wieder an einem Freitag den 13. ist Genetik-Tag. Sara kommt mit, es ist ein gutes Gefühl, dass die Tochter mit dabei ist und mithören kann, dass alles nicht so schlimm aussieht. Die Genetikerin ist die Frau meines geliebten Gynäkologen, der, der den Sohn auf die Welt gebracht hat.
Sie ist einmalig, das war zu erwarten. Ich verstehe endlich worum es geht und erfahre, dass ich wahrscheinlich ohnehin nicht dieses wirklich gefährliche Gen in mir trage. Das würde mich so sehr freuen für meine Kinder und für mich. Wir sprechen über die Eierstöcke, die im Falle des Falles dann auch noch rausmüssen. Und über die Faszination der Genetik.
Mein Gegenüber kommt ins Schwärmen. Ich fühle mich gut aufgehoben.

Sara und ich gehen shoppen, Geburtstagshoppen für Sara und zwei meiner Freundinnen. Ein hübsch normales Leben, danach zu Dean & David Salat zum Lunch besorgen und zurück nach Hause an den Schreibtisch. Ich bin superproduktiv. Wirklich. Meine Arbeit bereitet mir Freude. Ich bin motiviert und auch richtig gut in allem, was ich zur Zeit tue. Feiern gehört seit den Weihnachtsferien wieder zu meinem Alltag – wie sehr hatte ich dieses Gefühl vermisst.

8.45 Uhr, ich stehe in der Praxis der Radiologie, vier Stunden soll ich für diesen Termin einplanen. Also habe ich alles eingepackt, was ich zum Leben tagsüber benötige. Mein iPad, mein iPhone und mein MacBook.

Manches Mal fehlt einfach der Durchblick, aber das wird besser, wenn man den ersten Schritt hinaus wagt und sich den Dingen stellt. (c) iPhone Petra Thaller

Manches Mal fehlt einfach der Durchblick, aber das wird besser, wenn man den ersten Schritt hinaus wagt und sich den Dingen stellt. (c) iPhone Petra Thaller

Auf die Frage nach einem WLan-Netz ernte ich ein müdes Lächeln und den schnippischen Satz der Empfangslady „Wir haben hier auch kein Internet für privat“. Kein Netz, schreien mich meine mobilen Geräte an. Kein Netz. Okay, dann eben nicht. Dann eben Gala, Vogue und Harpers Bazar.

Erst ist die Lunge dran, dann wird das Kontrastmittel gespritzt, dann Ultraschall der Leber und des Bauchraums. Bingo. Alles fein. Kein versteckter Scheißkerl. Das Kontrastmittel muss zweieinhalb Stunden einwirken, ich möge doch ins Café gehen und ordentlich frühstücken und viel trinken, mindestens einen Liter. Ich fahre an meinen Schreibtisch und arbeite, trinke Tee und frühstücke.
Kurz nach zwölf bin ich wieder vor Ort, eine Kamera durchleuchtet meinen gesamten Körper und wieder: Bingo, da ist nichts. Keine weiteren Tumore höre ich den Arzt sagen, die Knochensubstand sehr gut.

Happy Birthday Frau Thaller, ich könnte Schreien vor Glück. Meiner Familie und meinen Freunden teile ich mit, dass ich ab sofort am 10. Februar, exakt 20 Tage nach der Erstdiagnose, meinen zweiten Geburtstag feiere. Jawohl, es ist nur Brustkrebst. Wie genial ist das denn. Und wie schön es nun auch wirklich zu wissen.

Besucht beim Plastischen Chirurgen
Am gleichen Tag, eine Stunde später sitze ich in einer superschicken Praxis von Prof. Fansa, er ist plastischer Chirurg, spezialisiert auf die weibliche Mamma. Ein sympathischer Typ. Auf dem Fensterbrett liegen Brustimplantate verschiedener Größen. Aber so weit sind wir noch nicht, nicht am heutigen Tag. Er bespricht mit mir die Entnahme des Sentinel. Dann werden meine Brüste aus vier Perspektiven fotografiert, sofort ein Termin mit dem Anästhesisten vereinbar. Ich möge mich beeilen, dann kann das Blut noch gleich heute abgenommen werden und eingeschickt.
So sollte es dann auch sein. Parkplatz vor der Praxis in der Sonnenstraße gecheckt. Blut abgenommen, Lungenfunktion getestet, EKG, ein Arztgespräch, ein Anästhesiegespräch, die Ärztin ist gerade mal dreißig himmeljung und cool.

Für die erste OP ich bin also gut vorbereitet. Nach einem acht Stunden-Ärztetag sitze ich endlich am Schreibtisch. So richtig viel schaffe ich nicht, ich bin mit freuen beschäftigt und mit Geburtstag feiern. Ein cooler Tag in die absolut richtige Richtung. Da saß echt ein Meister am Drehbuch.

 

Ich gehe offen, ja sogar offensiv mit dem Thema Krebs um. Für genau diesen Weg habe ich mich entschieden. Und mein Umfeld muss damit leben, mit dieser Offenheit.

(c) Sorin Morar

(c) Sorin Morar

Manche können es, manche nicht. Manche bewundern mich, was völlig unnötig ist. Manchen fangen an zu schweigen, aber die meisten Menschen um mich herum reagieren genial. Einfach genial, denken mit, recherchieren für mein Leben. Bieten ihre selbstlose Hilfe an, wenn ich diese benötige. Wirklich, diese Krankheit führt mir vor Augen, was ich doch für wunderbare Menschen kenne. Wie sehr ich mich auf meine Freunde und auch auf meine Geschäftspartner verlassen kann. Offenheit ist ein Geschenk und ich breche eine Lanze dafür. Wer nicht spricht, wird nichts erfahren.

Ich geh zu meinem Friseur, hole mir Rat. Die Haare lasse ich mir nicht abschneiden, das muss ich noch früh genug. Ach ja, mein Okologe hat mir ein Perückenrezept gegeben. Ich kann also jederzeit losziehen und Haare shoppen. Meine Freundinnen interessiert, ob ich mir verschiedene Perücken kaufe, schwarz, blond, braun, lang, kurz? Sicher nicht! Ich kaufe mir Haare wie meine, denn wissen darf es jeder, sehen aber nicht. Ein Petra-Gesetz – dachte ich :-).

Mein neues Zuhause
Es wird mir schnell vertraut, ich beginne mich in ihm wohl zu fühlen. Finde die Lichtschalter und kann mich im Dunklen schon sehr gut orientieren. Mein Leben in dieser neuen Umgebung ist ausgefüllt, fröhlich, schön, manchmal traurig. Angst gibt es nicht. Mut jedoch sehr viel. Glück gibt es auch und negative Energien müssen draußen bleiben. Freunde fühlen sich mit mir dort wohl, wir lachen viel und auch meine Familie kennt sich schon ganz gut aus. Sara fürchtet die nächsten Monate, sie ist verwandelt, ich glaube das letzte Stück Pubertät ist bei dem Umzug auf der Strecke geblieben. Sie übernimmt Verantwortung und Joshua ebenso. Er steht kurz vor dem Abi und konzentriert sich darauf. All dies fällt leicht, weil Angst bei nicht im Vordergrund steht, sondern glücklich sein, Leben, sich freuen, Erfolg ist auch dabei.

Ich schreibe meine Gedanken nieder, in kurzen Kapiteln und merke, wie sehr ich mich auf genau diese Zeit schon immer gefreut habe. Schreiben ist meine Berufung; Geschichten erzählen, mein Wunsch. Im Alltag vor dem Umzug habe ich dies hinten angestellt und 1.000 Ausreden gefunden, warum ich nicht schreibe. Warum ich „nur“ arbeite. Jetzt weiß ich warum: Ich hatte kein Thema.

Mir wurde der Krebs geschenkt, um darüber zu schreiben, um anderen Frauen, aber auch Männern Mut zu machen, Kraft zu geben, sich mit dem „Feind“ zu verbünden, um gestärkt weiterschreiten zu können. Für Verzweiflung, Hass und Angst steht hier kein Raum zur Verfügung.

Einfach weiterleben!

Mir zerrinnt die Zeit zwischen den Fingern. Die nächsten Tage steht noch ein Termin beim Onkologen an, beim Operateur und ein alles entscheidender Termin zum Staging.

Einfach weiterleben! (c) iPhone Petra Thaller

Einfach weiterleben! (c) iPhone Petra Thaller

Mit dem Onkologen komme ich gut zu Rande. Er ist ein neutraler, freundlicher Mensch, der mir bestätigt, dass man heil aus der Sache rauskommen kann. Er ist wichtig, aber nicht vordergründig für mich. Ich kann mich auch nicht an seine Worte erinnern, dafür aber an meine, wie ich mich wieder über meinen Diagnostiker beschwere. „Er ist ein herausragender Diagnostiker“, höre ich ihn sagen, mehr nicht.

Während des Gespräches erfahre ich die nächsten Schritte: Zunächst das Staging. Hier wird nachgesehen, ob Knochen, Leber und Lunge frei sind. Danach ein Termin mit dem Plastischen Chirurgen zur Entfernung des Sentinel, des Wächterlymphknotens, um diesen dann zu untersuchen, ob er bereits befallen ist, oder nicht. Danach ein Termin beim Chirurgen zum Einsetzen des Ports, über welchen die Chemo in den Körper geleitet wird. Ich habe keine Angst, das ist beruhigend, sehr sogar.

Die nächsten Tage sind toll
Ich kann mich wieder voll und ganz auf meine Arbeit konzentrieren, mache Sport,  wunderbar. So mag ich das. Keine schwarzen Gedanken, keine Ängste, ich nehme das Leben in die Hand. Rufe bei der Krankenkasse an, um einige Dinge zu klären und beim Amt für Familie und Soziales. Hier lass ich mir schon mal den Schwerbehinderten-Fragenbogen zusenden. Das weiß ich noch von meiner Mutter. Krebs bedeutet nicht nur Krankheit, sondern auch Steuervergünstigung und Behindertenausweiß.

Meine Freunde finden mich skurril. Behindertenausweis, Steuervergünstigung. Ich organisiere meine Termine für die ispo in München.

„Warum tust du dir das jetzt an?“, fragen einige Freunde. Weil das Leben weiter geht, auch während und nach der Krankheit. Und genau das ist der Schlüssel zum Glücklichsein. Das Leben geht weiter und findet im Hier und Jetzt statt und in der Zukunft. Fragen wie, warum gerade ich, was habe ich falsch gemacht, werde ich sterben? All diese Fragen stelle ich mir nicht. Ich werde leben und glücklich sein. 

(c) Sorin Morar & Thomas Straub. Das Foto ist entstanden bei unserem ersten Shooting.

(c) Sorin Morar & Thomas Straub. Das Foto ist entstanden bei unserem ersten Shooting.

Ich lerne täglich dazu. Neue Begriffe wie Sentinel gehören ebenso dazu, wie Geduld. Meine ganz schwache Seite. Ich bin ungeduldig und will schnelle Lösungen. Nicht tagelang rumeiern und warten was passiert. Klare Worte, damit kann ich gut umgehen.

In der Stadt gibt es ein Mammazentrum, dort sollen die Besten der Besten urteilen über meine Befunde. Gynäkologen, Onkologen, Plastische Chirurgen werden in mein Leben einziehen und es hoffentlich wieder auf die Gerade schieben. Ich helfe mit – ohne wenn und aber. Das fällt, wie man sich denken kann, nicht immer ganz leicht. Mir ist die Sprache nicht vertraut, sind die Begrifflichkeiten fremd.

Zum ersten Mal schlage ich im Mamma-Zentrum auf. Eine seltsame Atmosphäre umfängt mich. Ein wahrhaft altes Pärchen unterhält sich im anderen Wartezimmer. Die Frau hat Krebs. Ich schließe die Türe zu meinem kleinen Warteraum und telefoniere. Ich möchte mit dem Krebs der anderen nichts zu tun haben. Auch nicht mit deren Leiden. Ich will das alles nicht hören. Ich brauche gesunde, starke Menschen um mich herum. Keine Kranken, die sich nicht mehr auskennen und mit dunklen Gesichtern durchs Leben gehen. Ich will die Geschichten der anderen nicht hören. Das interessiert mich nicht. Ich möchte kein Wehklagen in meinem Umfeld. Ich bin klar. Glasklar und mit jeder weiteren Minute des Wartens auf den Satz: „Frau Thaller, kommen Sie mit.“, weiß ich, dass es jetzt ernst ist.

Ein weiterer Ultraschall.
Machen Sie sich bitte obenrum frei. Ich schmunzle. Wie oft habe ich diesen Satz in den vergangenen Tagen gehört? Frauenarzt, Mammographie, Röntgen, Mammazentrum. Vier Mal in fünf Tagen. Arme hoch, die Brüste werden abgetastet. Dann folgt der Ultraschall. Dieser Doc sieht mehr, mehr Tumore. „Sie brauchen ein MRT, damit wir mehr Klarheit bekommen, wo die Burschen genau sitzen, das brauchen wir für die OP, ist aber kostenpflichtig.“ „Wir vereinbaren für Sie dort einen Termin, nächste Woche.“

Warten, wieder muss ich warten und bin alleine mit diesem Befund. „Die Hormonrezeptoren kommen am Freitag, dann wissen wir mehr.“ Wiedervorstellung nach dem MRT. Wiederschaun und alles Gute. … Mir reicht’s. Was soll ich jetzt mit der Diagnose. Ach ja, damit ich es nicht vergesse. Die Brust muss ab und zwar ganz. Das erfahre ich mit einem Lächeln bei der Verabschiedung. Dieser Doc hat auch Krebs, das weiß ich, woher ist egal.  Was ich aber auch weiß ist, dass er im Umgang mit Menschen in meiner Situation völlig ungeeignet ist. Der Typ Egomane, mit dem niemand etwas zu tun haben möchte.

Willkommen in der Realität
Wow, ich bekomme keine Luft mehr. Was ist, wenn der Bursche noch wo anders sitzt. Ich war doch gerade auf Expedition und bin fit. Fühle mich gut. Mich schmerzt meine Brust. Die Biopsie lässt grüßen. „Nun, liebe Petra“, spreche ich mit mir selbst,  das kriegst du hin und wirst wie Phönix aus der Asche steigen. Genau. Hoffentlich sind die Ergebnisse der Hormonrezeptoren, ein neues Wort in meinem Wortschatz, hoffentlich sind diese positiv, dass ich keine Chemo brauche. Was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht weiß, ist der Umstand, dass es wiederum andere Indikatoren gibt, die selbst bei positiven Östrogen- und Progesteron-Rezeptoren, eine Chemo erfordern. Na ja, alles weiß man eben nicht sofort, kann ich hier nur anfügen. Sei es drum. Ich hoffe diese Dinger sind positiv und ich kann meine langen Haare behalten, muss nicht spucken und mich schlapp fühlen.

Die Zeit des Wartens ist die schlimmste, Ergebnisse zu haben, das allerbeste was einem passieren kann, denn nur dann weiß man was zu tun ist, oder eben auch nicht.