Lachende Augen, fröhliches Gekreische oder einfach nur Dankbarkeit – immer wieder erleben wir den Beweis dafür, wie wunderbar es ist andere Menschen glücklich zu machen und damit das eigene Leben zu versüßen.

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Skidoo fahren bei Minusgraden in Schwedisch Lappland – love it!

Was mit einem Donnerschlag am 21sten Januar in mein Leben trat, wurde zu meinem großen Glück. Es ist so. Nachdem die ersten Wochen vergangen waren und die erste und zweite Chemotherapie überstanden, der Schädel kahl rasiert und der Verstand ja zu dieser Lebensphase sagte, hatte ich wieder Kraft voranzuschreiten.

Kraft ist mein Lebenselixier.
Sie macht mich lebendig und lässt meinen Verstand sprühen. So konnte ich, trotz der miesen Krankheit beruflich voranschreiten, Erfolge einheimsen und das Fundament für Outdoor against Cancer #stayfitgethealthy, einer gemeinnützigen Organisation legen. Einer Organisation, die zunächst Menschen mir Krebserkrankung die Schönheit der Natur und die Wichtigkeit von Outdoor-Aktivitäten nahe bringen wird.

Nach finaler Gründung im Januar 2016 werden wir gemeinsam mit dem Brustzentrum der LMU München eine Studie durchführen, welche die positiven Auswirkungen von Outdoor-Aktivitäten auf Krebspatienten und -patientinnen belegen soll. Und das wird sie, so viel ist sicher.

In einem zweiten Schritt wird es eine OaC-Ausbildung für jene Menschen geben, die interessierte Krebspatienten mit in die Natur nehmen. Gedacht ist hier in erster Linie eine Zusammenarbeit mit den Bergwanderführern, Fitnesstrainern, Yogalehrern, um nur einige zu nennen. Diese Ausbildung wird 3 x 3 Tage dauern und medizinische, sportwissenschaftliche und alpine Aspekte beinhalten. Mit diesen OaC-zertifizierten Trainern werden dann länderübergreifend Outdoor-Aktivtäten angeboten werden.

Ebenso im Plan ein OaC-Dorf, welches krebserkrankten Menschen nach der Therapie die Möglichkeit geben wird in alpiner Landschaft zu gesunden. Dies war nur ein kleiner Auszug aus dem, was bis dato entwickelt wurde.

Kein Wunder also, dass ich mich zu den glücklichen Menschen zählen kann. Ein wenig fehlen mir die Worte für all die Dinge, die mir gerade während meiner zehntägigen Auszeit in Schwedisch Lappland durch den Kopf gehen.

Mit Unterstützung von meinen Freunden Christoph Lefkes und Kurt Löffelmann ist bereits ein ganzheitliches Konzept für OaC entstanden – jetzt geht es nur noch darum, unseren Visionen final Gestalt zu geben. Ein wunderbares Gefühl. 

Bereits vor finalem Gründungsstatus hatten wir eine riesige Anzahl von Unterstützern, die uns geholfen haben Speed auf dieses Thema zu bringen.

Mein besonderer Dank gilt den Kollegen und PR-Agenturen die über OaC berichtet haben und uns damit an der Verbreitung der Message unterstützen. Natürlich den finanziellen Unterstützern, die unseren Start erst ermöglichten wie Lowa Sportschuhe GmbH, BERG Outdoor, Klean Kanteen, European Outdoor Group, Outdoor Messe Friedrichshafen und Buff. Und natürlich all den Firmen und Partnern, die uns ihre Unterstützung für 2016 bereits zugesagt haben.

All das war nicht immer leicht im vergangenen Jahr, aber jede investierte Sekunde war es wert – wert für die Menschen da draußen, denen OaC in Zukunft helfen wird und auch für mich.

In diesem Sinne wünsche ich  friedliche Feiertage und einen guten Start in das Jahr 2016.

Jochberg Rechter Gully  Germany  Petra Thaller  Franz Perchtold 135

„Auch Erinnerungen helfen glücklich und zufrieden zu sein. Der große Vorteil, wenn mal alles nicht so läuft wie man es sich wünscht. Wir arbeiten jeden Tag an späteren Erinnerungen, also packen wir es an.“ Petra Thaller © Klaus Kranebitter, Ort: Jochberg Rechter Gully

Wenn ich mich in meinem Umfeld, ja nennen wir es Umfeld, das ist neutral, umsehe, dann habe ich sehr häufig den Eindruck, dass die Menschen förmlich danach schreien unglücklich zu sein. Seit einigen Tagen treibt mich dieser Gedanke um und ich bekam ihn nicht so recht zu fassen. Aber jetzt. Schon gestern wieder hatte ich im Café meiner Freunde ein interessantes Gespräch.


Ein Mann beklagt sich über seine Partnerin, sie sei auf ihr Aussehen fixiert. Ganz speziell auf ihre Haare. Die Worte seiner Schilderungen umschwirren meinen Kopf. Wort- und Buchstabenfetzen entstehen aus dem Gehörten und formieren sich zu einem Wort: Schwermut oder Depression. Ich kenne den Mann nur von Sehen und plötzlich höre ich mich sagen: „Hat Ihre Partnerin Depressionen?“ Erleichtert höre ich ein lautes, deutliches „Ja!“, und die Wolke um meinen Kopf wird größer und er spricht sich viel von der Seele – Details? Sie habe kein Selbstbewusstsein, höre ich. Details? Sind unwichtig. Ich muss gehen.

Seine Worte hallen nach …
Ich habe so viele Menschen um mich, die nicht glücklich sind. Und ganz ehrlich, von all jenen Personen ist nicht eine davon in wirklicher Not, unheilbar krank, krank ja, aber nicht unheilbar. Allerdings setzen sie ihren Gedankenfokus immerwährend auf das Negative. Die Haare (hässlich oder nicht vorhanden), die pralle Brust aus ihren frühen Zwanzigern – heute nicht mehr so schön, die Falten im Gesicht zu tief (bullshit), auf den Händen Altersflecken (lächerlich), der Nachbar ein schickeres Auto oder mehr Reisen. Der Chef ein A. , der Job ätzend. Also fokussieren sie sich entweder auf ihre Kinder – die sind dann mal einfach weg ab einem bestimmten Alter, ihr Aussehen (das wird zwar in meinen Augen nicht schlechter nur anders), ihren Geldbeutel (der bei den meisten die ich kenne ausreichend gefüllt ist) oder darauf, was die anderen von ihnen denken könnten. Das macht schrägt und ja, das macht schwermütig, schlechtlaunig und depressiv. Und so wird das Loch tiefer und tiefer, bis sie von selbst nicht mehr rauskommen. Und, auf die direkte Frage, ob sie Depressionen haben, schwermütig sind und sich nicht doch vielleicht fachlich helfen lassen möchten, kommt ein entschiedenes NEIN.

Wäre es nicht viel schöner
…wenn man den Blick Richtung Himmel richtet und sich über die Formation der Wolken freut. Einen tiefen Atemzug der kühlen Winterluft nimmt und sich über diesen freut. Wäre es nicht schöner, die geliebten vermeintlich ‚alten‘ Winterstiefel aus dem Keller zu holen, diese zu pflegen und damit in die kühle Zeit hinaus zu marschieren, anstatt wie verrückt nach ‚Neuen‘ zu suchen, um sie dann nach einem Jahr wieder im Keller verschwinden zu lassen und das Spiel von Neuem zu beginnen. Wäre es nicht schöner und glücklich machender neidlos zu sein. Okay, nun werden viele Menschen sagen, was für ein BlaBla – das mag in ihren Augen sein. Aber vornehmen, vornehmen kann man sich das allemal. Für niemanden ist das Leben immer leicht, auch wenn es so aussieht. Doch das Talent glücklich zu sein, das können wir lernen. Wir können versuchen das Schöne zu sehen. Denn so ist das Leben einfach leicher.

Der ersten Schnee in diesem Jahr
Heute beispielsweise schneit es zum ersten Mal in München und ich wäre so gerne in den Bergen, beim Skifahren. Geht aber nicht, da ich sonst alle die Dinge, die mir ebenso wichtig sind – z. B. diese Zeilen endlich einmal zu schreiben und hoffentlich damit anderen Menschen zu helfen – nicht schaffe. Also erfreue ich mich am morgendlichen Lauf, den Schneeflocken vor meinem Fenster, meinem Chai neben meinem Computer und an dem Wissen, dass Alles auf einmal eben nicht geht.

Wenn nicht glücklich, dann wenigstens ein wenig zufriedener sein – das ist schon mal ein Anfang.

Am vergangenen Wochenende ist mir ein Artikel untergekommen, den ich im Oktober 2012 auf Anfrage der Myself geschrieben habe:
Das Thema war: Über sich hinauswachsen. Etwas wagen, wovor man immer Angst hatte.

Der Titel meines Artikels lautete: Der Klaustrophobie davontauchen. Wenn Sie auf das Bild klicken, könnt Sie den Artikel von damals lesen.

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Myself Oktober 2012, S. 222

Es ist doch häufig so im Leben, dass man Angst vor einer Sache hat, aber eine Angst, die man nicht fassen kann. Und diese Angst lähmt. Macht unbeweglich. Warum nur haben die Menschen so viel Angst. Angst einen neuen, anderen Weg zu gehen, Angst verlassen zu werden, Angst gefeuert zu werden, Angst nicht gut genug zu sein, Angst nicht schön genug, tja und vor allem Angst krank zu sein.
Erziehungssache, Gesellschaftssache?
Im Grunde liegt es an uns diese Ängste erst gar nicht zuzulassen. Natürlich ist das schwierig und beinahe jeder kennt diese Unbeweglichkeit, dieses lähmende Gefühl den Anforderungen nicht gerecht zu werden, oder gar eben nicht mehr gesund zu werden.

Ich plädiere dafür lähmende Ängste über Bord zu werfen.
Oft verwechseln wir Respekt vor einer Sache mit Angst. Ich habe Respekt etwas zu tun, so oder so zu handeln, klingt doch gleich viel positiver. Und, es klingt aktiv. Wenn ich aktiv bin, mache ich etwas dagegen und lasse mich nicht fallen. Ich lasse mich nicht fallen heißt auch gleichzeitig, dass ich noch in der Lage bin zu handeln, alte Gewohnheiten über Bord zu werfen, den Blick nach vorne zu richten und nicht zu verharren.

Wir waren alle Kinder.
Das Leben prägt uns und vieles haben wir erlernt – von den Eltern, den Großeltern, Lehrern, Freunden und Kollegen – manches davon war und ist aber für uns persönlich nicht richtig. Erinnern Sie sich an die Zeit, als Sie ein Kind waren. Auch damals gab es ängstlichere und solche die sich vor nichts fürchteten. Die Mutigen waren eindeutig die Gewinner, sie haben mehr erfahren, auch mehr erlitten, aber sie haben auch mehr erlebt.

Wenn Sie also heute die Wahl haben in Angst zu verharren oder neu durchzustarten, welche Option wählen Sie? Nichts ist großartiger, als über den eigenen Schatten zu springen, es kann ja mit einem über den eigenen Schatten steigen anfangen, das Springen kommt dann automatisch dazu. Glauben Sie mir. 

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Plötzlich Prinzessin …© Sorin Morar und Thomas Straub

Versetzt euch mal zurück in eure Kindheit:
Ja auch ihr Männer. Die meisten Mädchen waren Indianerin oder Indianer, Cowgirls oder Cowboys , manch eine wollte Pippi Langstrumpf sein und die Jungs waren neidisch, dass es kein wirkliches männliches Pendant dazu gab und ganz viele Prinzessin – Prinz wollte ohnehin keiner werden. Richtig? Nun was ist all diesen ‚Berufsgruppen‘ gemein … genau, sie sind stark. Indianerinnen und Indianer kennen keinen Schmerz, Cowgirls und -boys sind einfach nur cool und tragen eine Waffe, um alles was ihnen und ihren Freunden ans Leder will wegzuballern. Pippi Langstrumpf ist nach wie vor das Sinnbild eines wilden, ungestümen Mädchens, einfach anders als die anderen, klar manchmal auch traurig, aber im Großen und Ganzen so, wie viele Mädchen sein möchten. Ja und Prinzessinnen sind  schön, elegant, stolz, gepflegt, wenn sie hinfallen, auch wenn dies in der Öffentlichkeit geschieht – stehen sie auf, richten sich das Körnchen und gehen weiter ihren Prinzessinnen-Weg.

Wir haben also die Wahl, mir gefallen alle vier Persönlichkeiten sehr gut, wobei ich die Prinzessin allen vorziehe. Nicht weil sie reich und schön ist, sondern die sprichwörtliche Attitude des Hinfallens, Aufstehens, Kronerichtens und Weitergehens gefällt mir sehr gut. Es sagt dabei ja niemand, dass es immer leicht ist.

Ich hatte gestern so einen Prinzessinnentag.
Nichts Dramatisches, aber für einen Menschen, der aufgrund der Geschehnisse in der Vergangenheit ohnehin schon einen recht engen Zeitkorridor, in welchem er sein Arbeitsleben frei gestalten kann, wirklich einschneidend. Ich habe meine Bestrahlungstermine bekommen: Diese finden spätabends statt, dann, wenn ich mir in den vergangenen Monaten, recht diszipliniert, meine Kraft im Schlaf geholt habe.

Das ist ein Kronenereignis.
Da muss sofort der Verstand greifen: Kinder und alte Menschen kommen tagsüber dran, kräftige, starke Menschen – Indianer, Cowboys oder -girls, Prinzessionen und Prinzen sowie männliche und weibliche Pippilangstrumpfs eben nachts. Ganz ehrlich, ich freue mich darüber unter der letzteren Gruppe zu sein,  auch wenn mich die Tatsache gestern wirklich erzürnt hat, weil ich eben so gerne schlafe.

So nehme ich nun meinen medizinischen Terminplan, trage ihn ganz diszipliniert in meinen persönlichen Kalender ein, versuche heute noch zwei Modifikationen mit der Strahlentherapie hinzubekommen, um zwei wichtige Geschäftstermine nicht umlegen zu müssen und werde dann die sechs Wochen eben in einem anderen Rhythmus leben.

Ganz Prinzessin eben!

Ich möchte es mit meinem Lieblingszitat beginnen:
Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? G. B. Shaw

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Geh raus und lauf‘! © Sara Thaller

Es gibt immer mehrere Wege im Leben, ich beschreite immer jenen, den ich für mich für richtig und wichtig erachte. Niemals jenen, der vermeintlich einfach erscheint. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es ist einfach so. Wenn andere sagen: Das geht nicht! Dann fühle ich mich geradezu angespornt es trotz aller Widrigkeiten zu versuchen. Ein gemütliches Leben ist nicht das meinige. Habe ich eine Vision, muss ich es zumindest versuchen, diese in die Tat umzusetzen. So verhält es sich auch mit Outdoor against Cancer.

Die Idee entstand auf einer meiner gemütlichen Skitouren während der Chemotherapie: Ich merkte wie Schritt für Schritt die Krankheit in den Hintergrund trat, Energie meinen durchaus geschwächten Körper durchströmte und meine Gedanken zu fliegen begannen … Wann kann ich wieder auf Expedition gehen? Wenn ich jetzt weiter trainiere, muss ich nicht von vorne anfangen! Ich muss das Kortison, das es sich langsam aber sicher  in Form von unschönen Pölsterchen an an Hüfte und Bauch gemütlich machte, wieder loswerden. Schritt für Schritt lösten sich auch diese Gedanken auf und ich erstarkte.

Egal was ich draußen unternahm, es war immer der gleiche Prozess … abschalten, Gedanken fliegen lassen, stark werden, den Kopf frei bekommen, Normalität – ein wunderbares Lebensgefühl.

Ich möchte damit nicht sagen, dass es immer leicht war, den Fuß vor die Türe zu setzen, aber es war immer großartig. Jeder Augenblick draußen. Egal, ob beim Laufen an der Isar, beim Rennradfahren, auf kleinen Bergtouren, beim Kraft- und Ausdauertraining  in meinem geliebten Outdoor-Fitnessstudio am Entenweiher in München. (Standorte der Studios in eurer Nähe findet ihr unter 4F Circles.)

Jede große Idee beginnt im Kleinen und so folge ich nach und nach dem Motto: Beginnen gibt Stärke. Vollenden gibt Kraft. 

Es war ein langer Weg, voller Höhen und Tiefen, die ich wunderbar bewältigt habe.
Es gab Tage, an denen selbst mir der Sport draußen  nicht wirklich leicht fiel und Tage, an denen ich hätte Berge besteigen können – im Schneckentempo. Aber eines war sowohl den guten, als auch den schlechten Tagen gemein: Sobald ich draußen war, ging es mir besser. Daher habe ich beschlossen kein Wort mehr über die Vergangenheit zu verlieren und euch weiterhin an den positiven Dingen teilnehmen zu lassen, an den Geschichten, die es wert sind sie zu erzählen. Eingestreut wird es im Rückblick sicher den einen oder anderen Moment geben, den ich auch heute noch wichtig finde mitzuteilen.

Gipfelgespräch International Mountain Summit, Brixen © Michaela Wiese

Eines steht fest, die Chemotherapie, all die traurigen Dinge, die sich ereignen können, Ängste und Nöte, welche Betroffene und ihre Familien ereilen, werden zu Hauf in Foren und Blogs besprochen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Leider bekommen hierdurch die Menschen eben auch Angst. Furcht greift um sich und genau das möchte ich nicht. Es gibt nichts zu fürchten, denn all das was während der Therapie passiert, für eine die eine große Sache gut – zunächst für das eigene Überleben und schließlich für ein weiteres Leben mit den Menschen, die wir lieben und die uns lieben.

Mein letzter Post ist Monate her
Ich verspürte einfach keine Lust über die Krankheit zu schreiben. Wollte nicht in Konkurrenz mit Menschen treten, denen es ein riesiges Bedürfnis ist über ihr Leid zu sprechen. Vielmehr verspürte ich eine große Kraft in mir, Menschen mit Krebs zu helfen, so wie meine Kinder und meine Freunde mir halfen. All diese Menschen akzeptierten einfach meinen Tatendrang, mein: „Ich muss jetzt raus, ich muss mich spüren, ich muss spüren, dass ich noch Kraft habe.“ Zuzusehen, wie ein Mensch, der immer nur so vor Energie und Kraft strotzte, langsam aber sicher, trotz der regelmäßigen Outdoor-Aktivitäten, immer langsamer wurde. Früh zu Bett ging und morgens am liebsten liegen geblieben wäre, ist nicht leicht. Zu akzeptieren, dass dieser Mensch alles weiterhin selbst machen möchte, sich nicht helfen lassen, um die Normalität im Leben nicht zu verlieren, ist nicht einfach. Dafür möchte und muss ich an dieser Stellen all meinen Lieben danken.

„Kaum ziehe ich meine Bergklamotten an, fühle ich mich wie Batwomen, stark und bereit alles leisten zu können.“ Petra Thaller © Michaela Wiese

In den Monaten der Chemotherapie habe ich den Grundstein für mein viertes Baby gelegt
Outdoor against Cancer (OAC)– unter dem Motto #stayfitgethealthy haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Krebskranken Menschen und ihren Familien zu helfen. Sei es mit speziell ausgearbeiteten Touren in den Bergen, einem eigenen OaC-Dorf, wir wollen beratend zur Seite stehen und dafür sorgen, dass die wichtige Normalität aus dem Leben nicht verschwindet.

Mein ganz persönliches Engagement startet klein
Ab Mitte November werde ich zunächst ein Mal pro Woche mit Patientinnen des Brustzentrums der LMU München rausgehen, um mit ihnen die Magie des Outdoor-Trainings zu teilen. Eineinhalb Stunden draußen trainieren. Im Focus stehen dabei sanfte Bewegungen um die Leistungsfähigkeit zu erhalten, Kraft und Ausdauer aufzubauen, den Kopf frei bekommen. Diese Stunden sollen dazu dienen den Patientinnen zu zeigen, dass Outdoor-Aktivitäten während der Chemotherapie und natürlich im Anschluss daran, ein wunderbarer Weg sind.

#stayfitgethealthy
Es geht nicht darum Höchstleistungen zu vollbringen, sondern darum fit zu bleiben und nach Möglichkeit zu gesunden.