Warum machst du das?

In letzter Zeit werde ich vermehrt gefragt: „Petra, warum machst du das alles? Warum treibst du Outdoor against Cancer weiter? Warum kümmerst du dich um das Wohlergehen anderer Krebspatienten? Warum nimmst du das alles mit in dein Leben?“

Die Antwort ist einfach:  „Ich kann nicht anders! Ich spüre eine immense Kraft und diese möchte ich weitergeben an andere Menschen. Ich möchte Zuversicht verbreiten und an Krebs erkrankten Menschen, ihren Freunde und die Familien einen Weg aufzeigen, mit welchem sie einfach besser mit dieser Krankheit umgehen können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es gibt über 2.000 Studien weltweit zum Thema Sport und Krebs. Aber Studien sind eben Erkenntnisse, die auch umgesetzt werden müssen. Da ist es nicht ausreichend die eine oder andere Aktion zur Validierung der Erkenntnisse ins Leben zu rufen. Hier ist einfach mehr nötig und vor allem mehr drin.

Drei Mal in der Woche eine Stunde intensiven Sport betreiben verringert das Risiko eines Rezidives (erneute Krebserkrankung) um satte 30-40%.
Das sind Zahlen, die dürfen Mut machen – und zwar jedem von uns Betroffenen. Und intensiver Sport meint nicht – bis die Lunge berstet oder die Muskeln schmerzen. Hier hat jeder Mensch sein eigenes INTENSIV EMPFINDEN. Es geht aber auch darum, die Menschen erst einmal so weit zu bringen, dass sie überhaupt Sport und zwar, wenn möglich Outdoor-Sport betreiben.

Hier setzte ich mit meinem Dickschädel an. Mein Beruf ist Kommunikation. Auch wenn ich zwischenzeitlich selbst nicht mehr so viel dazu komme zu schreiben, ist mir dieser Drang jedoch geblieben. KOMMUNIKATION, AUFKLÄRUNG UND NATÜRLICH ANGEBOTE ZUR UMSETZUNG – darin sehe ich meine Bestimmung mit Outdoor against Cancer.

Ich hatte nie Angst zu sterben – das müssen wir schließlich alle einmal. Wovor ich richtig Angst hatte und teils aus noch habe, ist das Herausgleiten aus meinem gewohnten Leben. Und das ist nun einmal Familie, Freunde, meine Firma und ich.
Ja, genau, ich, denn ich bin ein eitles Frauenstück, das immer stolz darauf war noch gut in shape zu sein und hierfür habe ich auch wirklich viel getan und das auch noch richtig gerne. Und ich war und bin immer noch stolz darauf, dass meine sportlichen Leistungen deutlich über dem Altersdurchschnitt liegen. Klar werden hier einige LeserInnen denken, die hat einen Knall, als ob dies wichtig wäre. Aussehen und Sportlichkeit. Ja, für mich ist es das und ich bin auch trotz Erkrankung noch lange nicht bereit nachzulassen.

Der Blick in den strahlend blauen Himmel müsste bei jedem Menschen das Bedürfnis schüren hinaus in die Natur zu gehen.
Sportlich aktiv zu werden, um den Körper einfach richtig durchzublasen. Jeder einigermaßen normale Mensch achtet auf sich und seine Gesundheit. Diese These stelle ich einfach in den Raum. Alle anderen sollten ihren Lebenswandel ändern.

Outdoor-Aktivitäten verändern das Leben.
Es werden alle Sinne geweckt. Ein Schritt vor die Türe und schon geht es los: Egal ob Autolärm oder Vogelgezwitscher, Sonne oder Regen, Abgase oder der Duft von frisch gemähtem Gras – wir beginnen zu leben. Okay, Autolärm und Abgase sind nicht gerade die Komponenten aus welchen unsere Träume gemacht sind, erregen aber unsere Sinne und geben das Gefühl lebendig zu sein.

Im Moment sind wir, also das Team von Outdoor against Cancer damit beschäftigt, spannende Outdoor-Programme für Krebspatienten auszuarbeiten, Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, zu networken, damit andere Menschen die Möglichkeit haben wirklich an sich zu arbeiten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Denn eines ist wahr: Wir können anbieten, was wir möchten, den Schritt zu uns zu kommen, den müssen die Menschen selbst unternehmen.
Und hier ist der größte Schwachpunkt. Der Mensch. In diesem Falle der erkrankte Mensch und seine Selbstfürsorge.

Immer wieder stelle ich mir die Frage: „Wie kann ich es schaffen, die  Menschen aus ihren Höhlen und alten Mustern zu befreien. Wie schaffe ich es, diese sich nach Mitleid verzehrenden Menschen zu erreichen und vor allem sie umzustimmen. Gerne würde ich mich in so mache onkologische Ambulanz stellen und jeden einzelnen Patienten aus seinem ‚Schlaf‘ holen. Wachrütteln.  Leider ist es meist leichter Ausreden für Inaktivität zu finden, als aktiv zu werden.

Unlängst traf ich eine Frau, die mir doch allen Ernstes erzählte, dass sich die Freunde komplett zurückgezogen haben und selbst der Pfarrer nicht bei ihr anruft. Sie sei alleine mit ihrem Mann und niemand möchte mit ihr etwas zu tun haben. Solche Menschen benötigen Hilfe – nicht von mir und nicht von OaC. Hier greift glücklicherweise die Psychoonkologie, wenn die Menschen dort dann mal hingehen würden und sich helfen ließen, aber auch dieser Schritt ist immer noch verpönt.

Der Mensch an sich ist ein Teufelskreis, nicht die Krankheit.
Es gibt immer wieder Beispiele, dass es auch anders geht. Ein Beispiel bin ich, ohne mich dabei über andere Menschen zu erheben. Und soll ich was sagen: Das ist anstrengend, verdammt anstrengend. Aber es lohnt sich gewaltig. Für mich selbst und für andere Menschen, die ich mit meiner Art einfach mitreiße. Diese Menschen belohnen mich jeden einzelnen Tag.

Mein Wunsch des Tages:
Nehmt eure erkrankten Freunde, egal ob Krebs oder eine andere Erkrankung und zeigt ihnen wie leben geht. Denn wir alle haben nur dieses eine, je früher wir das erkennen, desto reicher wird es. 

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