(c) Sorin Morar & Thomas Straub. Das Foto ist entstanden bei unserem ersten Shooting.

Zu meinem Job gehört Recherche. Valide Fakten. Fakten! Und die, die bekomme ich nun mal von Ärzten und nicht aus dem Internet. Ich beschließe die wohlgemeinten Worte meines geschockten Umfeldes zu ignorieren. Jawohl, zu ignorieren. Ich höre nur auf Andrea und die Ärzte. Keine Internetrecherche.

(c) Sorin Morar & Thomas Straub. Das Foto ist entstanden bei unserem ersten Shooting.

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Gut gemeinte Ratschläge
Wer alles Krebs hat und wer daran gestorben ist und an welchem. Das Mitteilungsbedürfnis mancher Menschen ist kurios. Irgendwie lustig und ich kann auch nicht böse sein. Nein, ich bin froh, dass ein Tabuthema dann doch offen diskutiert wird. Das soll ich versuchen und jenes und … Stooooop. Anfangs höre ich noch anständig zu, ich bin überfrachtet von guten Ratschlägen und liebe meine Freunde dafür noch mehr. Aber ich packe sie gleich wieder in die Vergessensschublade. Leider landet dort auch so manch anderes, das dort nicht hingehört. So ist das wohl am Anfang bei jedem Umzug. Du findest die Dinge nicht mehr, die vorher einfach zu finden waren und der Automatismus muss neu erlernt werden. Aber das schaffe ich.

Ein Wochenende Pause
Seit einigen Wochen habe ich genau für dieses Wochenende einen Flug zu Freunden nach Hamburg gebucht. Ich zaudere – soll ich fliegen, oder besser doch nicht, hier bleiben und einfach so tun, als wäre nichts. Nacharbeiten wäre angesagt. Dieser Krebs ist ein Zeitdieb, ein mieser kleiner Zeitdieb. Er hindert mich daran einfach zu arbeiten, meinen zielgerichteten Weg zu gehen. So funktioniert das nicht, ich möchte normal weiterleben und nicht ständig in Zeitnot stecken.

Ich brauche Zeit! Schon die Jahre zuvor, hatte ich mir immer längere Tage gewünscht – und jetzt? Noch längere? Oder einfach noch stringenter sein. Mir fällt das schwer. Nun gut, die Entscheidung steht, ich fliege. Besuche meine Freunde.

  • Make

    Hi Petra,
    noch nie habe ich so eine starke Frau kennengelernt, die so souverän mit dem „bösen Buben“ umgeht. Die Offenheit aber zugleich auch die Gleichgültigkeit die du dem Krebs begegnest, motiviert und setzt alle anderen Probleme derart in den Schatten, dass man nur Bewunderung ausdrücken kann. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie. Viel Spaß mit dem Blog. Hab ich gern gemacht. Markus

    • petrathaller

      Lieber Markus, ich danke dir für deine Mühe und deine Inspiration diesen Blog so schön umzusetzen. Und dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast im Vorfeld alles zu lesen. Alles Liebe und bis die Tage, Petra